Central European University übersiedelt von Budapest nach Wien

Ab dem Wintersemester 2019/20 werden die Studierenden in Wien aufgenommen Die CEU bietet postgraduale Lehrgänge in verschiedenen Sozialwissenschaften, in Jus und Mathematik an. Sie besteht aus zwei akademischen Teilen: der ungarischen Mitteleuropäischen Universität, die ungarische Diplome vergibt, und der amerikanischen Central European University, die amerikanische Diplome vergeben durfte. Die Akkreditierung in Ungarn behält sie, wird in Zukunft aber als rein ungarische Hochschule wirken und keine US-Diplome mehr ausstellen.

"Lex CEU" zwingt zum Abzug aus Ungarn

Die 1991 vom US-Milliardär George Soros gegründete Uni wurden wegen der sogenannten "Lex CEU" zum Abzug aus Ungarn gedrängt. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung von Premier Viktor Orbán das Hochschulgesetz modifiziert, das neue Auflagen für Universitäten wie die CEU schuf, die nicht von Personen aus der EU betrieben werden: Zum einen müssen sie in ihrem Heimatland ihren Sitz und einen Campus haben. Mit dem Bard College in New York hat die CEU mittlerweile eine Filiale auf die Beine gestellt. Zudem müssen aber auch die Heimatländer der betroffenen Unis ein entsprechendes zwischenstaatliches Abkommen mit Ungarn abschließen. Ein solches liegt zwar als Entwurf vor, wurde aber von der Orbán-Regierung bis zur der CEU gesetzten Frist am 1. Dezember nicht unterzeichnet.

Otto-Wagner-Spital ab 2023/24 als Standort vorgesehen

Während neue Studierende ab 2019 im neuen Campus in Wien immatrikuliert werden, sollen aktuelle Studierende ihre universitäre Ausbildung in Budapest beenden können. Ab dem Semester 2023/24 soll die CEU dann das Otto-Wagner-Spital in Wien als Standort nutzen. Bis dahin soll es eine Zwischenlösung geben, damit der Betrieb ab Herbst 2019 möglich ist. Wo die Uni ihr Zwischenquartier haben wird, sei noch unklar, hieß es aus dem Büro von Bürgermeister Ludwig (SPÖ). Die Verhandlungen zwischen der Stadt und der CEU liefen zuletzt "auf Hochdruck", sagte Bürgermeister Ludwig vergangene Woche. Eine endgültige Entscheidung sei "in den nächsten Monaten vorgesehen". Angedacht sei die Nutzung von 17 Pavillons für den universitären Betrieb, für die Unterbringung der Studierenden und Lehrenden sowie für die Gastronomie, berichtete Ludwig. Auch ein Verkehrskonzept muss noch ausgearbeitet werden. Bis zum Wintersemester 2023/24 müssen einige Pavillons freigemacht und anschließend saniert werden. https://www.ceu.edu/academics
Autor: red.
17.12.2018