Kooperation mit der HTL St. Pölten: EU-Partnerschaftsvereinbarung zwischen Studiengang Smart Engineering und HTL St. Pölten

Der Bachelor Studiengang Smart Engineering der FH St. Pölten und die HTL St. Pölten haben kürzlich eine Partnerschaftsvereinbarung im Rahmen der ECVET-Initiative der europäischen Kommission unterzeichnet. Die Kooperation soll Redundanzen im Ausbildungsverlauf vermeiden und HTL-Absolventinnen und -Absolventen künftig den Einstieg ins Studium erleichtern: Durch attraktive Anrechnungsmodelle werden ihnen bis zu zwei Semester anerkannt.
St. Pölten, 04.04.2017 – ECVET (European Credit System for Vocational Education and Training) ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die Mobilitätsbarrieren beseitigen und den Transfer von Gelerntem vereinfachen soll. In der Vereinbarung sind Durchlässigkeit und Anrechnung zwischen einzelnen Bildungssektoren festgehalten. So sollen unnötige Redundanzen im Ausbildungsverlauf vermieden und bereits erlerntes Wissen optimal genutzt werden.

Leichtere Anrechnung von Leistungen

Kürzlich unterzeichneten der Bachelor Studiengang Smart Engineering und die HTL St. Pölten eine solche international gültige Vereinbarung. Absolventinnen und Absolventen der HTL-Bereiche Elektrotechnik, Elektronik und Technische Informatik sowie Maschinenbau können sich damit unter bestimmten Voraussetzung ihre bereits erworbenen Kenntnisse anrechnen lassen und somit bis zu zwei Semester im Bachelorstudium Smart Engineering überspringen.
"Die HTL St. Pölten ist von Beginn an ein wichtiger Partner für uns, den wir – neben zahlreichen weiteren Unternehmen und Institutionen – bereits in die Entwicklung des Curriculums mit eingebunden haben. Damit ist sichergestellt, dass das Studium bestmöglich an die Schulausbildung anschließt und die notwendigen Kenntnisse und Kompetenzen für eine moderne, IT-basierte industrielle Produktion vermittelt", erklärt Studiengangsleiter Franz Fidler. "Die ECVET-Vereinbarung wird Absolventinnen und Absolventen der HTL St. Pölten künftig den Schritt ins Bachelorstudium Smart Engineering erleichtern."
"Diese Kooperation ist für uns aus mehreren Gründen von hoher Bedeutung. Erstens ist sie eine schriftlich anerkannte und damit von der Einzelperson unabhängige Umsetzung der Europäischen Richtlinie der Anerkennung bereits erworbenen Wissens (Acknowledgement of Prior Learning), zweitens wird dadurch die Gleichwertigkeit der an der HTL erworbenen Kompetenzen formal anerkannt und damit der Tatsache, dass der HTL-Abschluss nach der Internationalen Standardklassifikation im Bildungswesen (ISCED 2011) als tertiäre Kurzausbildung zu werten ist, Rechnung getragen. Außerdem entspricht diese Vereinbarung der sozialen Verantwortung eines staatlichen Gemeinwesens, das jungen Menschen helfen sollte, so rasch wie möglich in die Berufstätigkeit einzutreten, um ihnen die Chance zu geben, ihr Leben finanziell unabhängig zu gestalten und auch nötige Versicherungszeiten zu erwerben", sagt Johann Wiedlack, Direktor der HTL St. Pölten.

Duales Studium für Aufgaben in der Industrie 4.0

Der Bachelor Studiengang Smart Engineering of Production and Processes verbindet moderne industrielle Produktion mit technischen Prozessen unter Berücksichtigung des wichtigsten Faktors – des Menschen – und bereitet die Studierenden optimal auf die Anforderungen in der Praxis vor. Der Studiengang ist als duales Studium konzipiert, bei dem Praxis- und Ausbildungsblöcke in kooperierenden Unternehmen als fixe Bestandteile in das Curriculum integriert sind. Studium und Beruf werden damit noch enger verzahnt als in herkömmlichen berufsbegleitenden Studiengängen.
Autor: red.
13.04.2017